Verena Buss

Paradiso
Foto: Dominik Plüss

Paradiso

Dante mit Quartett,
Komposition: Sidney Corbett

Basel Gare du Nord –
Forum für Neue Musik, 2003




„Und dann und wann das sanfte Rollen eines Zuges“
Die "Gare du Nord" ist eröffnet:
Ein neuer Ort(nicht nur)für die Neue Musik in Basel
Sigfried Schibli, Basler Zeitung, 2./3. März 2002

„ […] Die Schauspielerin Verena Buss, eine der grossen Stimmen
des deutschsprachigen Theaters, beschäftigt sich nun schon seit
Jahren mit Dantes „Divina Commedia“. Jetzt hat sie diese imaginäre
Reise durch Fegefeuer, Hölle und Paradies erstmals mit Musik kom-
biniert, mit den Streichquartettklängen, die der in Deutschland leben-
de US-amerikanische Komponist Sidney Corbett geschrieben hat.
Verena Buss und das Basler Tetra-Streichquartett (Marianne Aesch-
bacher, Egidius Streiff, Anna Spina, Tobias Moster) eröffneten den
Musikbahnhof ohne Pomp, aber angemessen. „Paradiso“ ist der Titel
dieses erstmals aufgeführten multimedialen Stücks von etwa fünf-
viertel Stunden Dauer, dessen bescheidene szenische Einrichtung
Verena Buss selbst besorgte.

Verena Buss gehört nicht zu jenen Schauspielerinnen, die ihre Stimme
dramatisch inszenieren. Ihre Rede mutet eher gleichförmig an, die deu-
tende Ausgestaltung spielt sich innerhalb von Nuancen ab, Extreme in
der Dynamik und Tonhöhe werden vermieden, Verständlichkeit und na-
türlicher Duktus stehen im Zentrum. Diese Qualitäten waren eine Vor-
aussetzung für die Kombination der Dante-Rezitation mit Musik. […] “