Verena Buss

Das Spiel von Liebe und Zufall
Foto: Michael Wolf

Das Spiel von Liebe und Zufall

Pierre Carlet de Marivaux

Bad. Bahnhof Basel, 2009



„Intensive Gefühle in Schwarz-Weiß-Kontrasten“
Roswitha Frey, Badische Zeitung, 17. September 2009

„Ein steinernes Labyrinth und eine blutrote Robe auf einem Kleiderständer:
Sparsam, aber symbolträchtig ist die Bühne ausgestattet. Das Labyrinth deutet
die Irrwege an, die zur wahren Liebe führen. Und das rote Kleid wird die schö-
ne stolze Silvia erst zum Happy End tragen. Mit Silvia hat er eine Heidin ge-
schaffen, die für das frühe 18. Jahrhundert erstaunlich moderne Ansichten hat.

Diese überraschende Modernität oder vielmehr zeitlose Aktualität in Marivaux'
geistvoller Komödie betont Gastregisseurin Verena Buss, die auch die Überset-
zung übernommen hat, in ihrer sehr überlegten Inszenierung. Sie macht kein
zopfiges Kostümstück daraus mit wallenden Perücken, auch keine überdrehte
Verwechslungskomödie, sondern eine kluge, menschliche und gefühlsintensiv
gespielte psychologische Studie: ein Stück, das auch gut im Heute spielen
könnte. […] “